Fans fordern verstärktes Vorgehen gegen Rassismus

82 % der deutschen Fußball-Fans: Rassismus ist im Profi-Fußball existent

FanQ-Umfrage: 83,3 % der Fans fordern, dass der Fußball stärker gegen Rassismus vorgeht. Das Engagement der DFL gegen Rassismus wird von allen sportlichen Akteuren mit 52,4 % am schlechtesten bewertet. 41,4 % waren bereits selber Zeugen rassistischer Vorfälle.

Köln. Rassismus ist leider in vielen Teilen des gesellschaftlichen Lebens präsent und auch im Fußball keine Seltenheit. Die Voting-App FanQ hat im Auftrag des SID in einer repräsentativen Studie Deutschlands Fußball-Fans befragt, wie präsent der Rassismus im Fußball ist, welche Maßnahmen nötig sind und wo es an Engagement mangelt. Über 2.000 Befragte nahmen an der repräsentativen Studie teil.
Laut der Umfrage sagen 82,0 % der befragten Fußball-Fans, dass Rassismus im Profi-Fußball ‚mittel präsent‘ bis ‚sehr präsent‘ ist. 83,3 % sind der Ansicht, der Fußball solle sich stärker gegen Rassismus engagieren. Das bisherige Engagement der DFL gegen Rassismus wird von allen sportlichen Akteuren mit 52,4 % am schlechtesten bewertet. Von den Befragten erlebten bereits 41,4 % rassistische Vorfälle im Profi-Fußball, 27,0 % im Amateurfußball.

Bei der Frage, wie präsent Rassismus im Profi-Fußball ist, stimmen 82,0 % der befragten Fußball-Fans für ‚mittel präsent‘ bis ‚sehr präsent‘. Im Amateurfußball liegt dieselbe Bewertung bei 74,0 %. Für 40,4 % hat der Rassismus in den letzten Jahren zugenommen. Hingegen sagen 22,9 %, er hat abgenommen. 31,2 % sagen, er ist gleichgeblieben. 41,4 % der Befragten waren selber schon einmal Zeuge rassistischer Vorfälle im Kontext Profifußball, 27,0 % im Kontext Amateurfußball. Hingegen haben 50,9 % derartige Vorfälle im Profi-Fußball, und 62,9 % im Amateurfußball, noch nie selber erlebt. Der Aussage, dass der Fußball viel gesellschaftliche Aufmerksamkeit genießt und deshalb mehr zur Rassismus-Bekämpfung beitragen sollte, stimmen 83,3 % der Befragten zu. Nur 7,4 % sind anderer Ansicht. Zu den Maßnahmen gegen Rassismus: 68,9 % der Befragten halten Stadiondurchsagen, Spielunterbrechungen und Spielabbrüche für den richtigen Weg, um gegen rassistische Vorfälle vorzugehen. 24,7 % sind gegenteiliger Ansicht. 81,2 % sind dafür, dass Spieler selbst das Spielfeld aktiv verlassen dürfen, wenn ein Vorfall unerträglich wird. Nur 13,7 % halten das nicht für sinnvoll. Auf die Frage welche Akteure ihre Einflussmöglichkeiten im Kampf gegen Rassismus am schlechtesten nutzen, stimmen die Befragten zu 52,2 % zu Lasten der Verbände. Das Engagement gegen Rassismus unterscheidet sich dabei nach Auffassung der Befragten für die DFL und den DFB. 52,4 % bewerten das Engagement der DFL als ‚schlecht‘ oder ‚sehr schlecht‘. Nur 12,6 % der Befragten findet das Engagement ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘. Das Engagement des DFB

hingegen wird von 47,5 % als ‚schlecht‘ oder ‚sehr schlecht‘ bewertet, während 19,5 % es als ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘ empfinden. Verbesserungsbedarf besteht also sowohl für die DFL als auch für den DFB. Hingegen wird das Engagement des eigenen Lieblingsclubs von 68,2 % als ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘ bewertet. Nur 8,6 % findet das Engagement schlecht oder sehr schlecht. Auch das Engagement der Spieler (mit 48,0 %) und der Fans (mit 42,8 %) wird überwiegend positiv bewertet, während 14,2 % für die Spieler und 27,2 % für die Fans das Engagement negativ bewerten. 76,5 % der befragten Fans sind der Ansicht, dass die deutschen Nationalspieler ihre Stimme stärker öffentlich im Kampf gegen Rassismus erheben sollten. Nur 11,5 % sind gegenteiliger Ansicht.

Das ist FanQ

FanQ ist die “Stimme der Fans”. Es ist die einzige Fußball-App, in der die Meinung der Fans im Mittelpunkt steht. Erfahrene FanQ-Redakteure stellen täglich aktualisierte Umfragen in die App und versorgen die Teilnehmer mit allen wichtigen Hintergrundinformationen, die benötigt werden. Fans können in der App zu ihren Lieblingsklubs und allen relevanten Themen des Fußballs ihre Stimme abgeben. Die Voting-App ist interaktiv. Fans können Meinungen austauschen, sozial interagieren und eigene Fragen stellen. Daraus entsteht ein repräsentatives Stimmungsbild, wie es um den Zustand des Fußballs steht. Außerdem erstellt FanQ Langzeitstudien, um komplexe Themen zu erforschen. Die Fußball-App ist kostenlos. Sie kann ganz einfach im App-Store runtergeladen werden. FanQ hat seinen Sitz in Köln.

Bei redaktionellen Rückfragen zu den Umfrageergebnissen nehmen Sie gerne Kontakt auf.

FanQ-Gründer

Dr. Joachim Lammert
joachim.lammert@fanq-app.com

Head of Research

Lukas Kopfer
lukas.kopfer@fanq-app.com

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