Tuchel wechselt zu PSG

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Paris Saint-Germain hat ein Problem. Nein, nicht die absurde Ablösesumme Neymars oder dass dieser angeblich über einen Wechsel im kommenden Sommer nachdenkt. Vielleicht die noch zu zahlenden Beträge für Kylian Mbappe und dem damit verbundenen Financial Fair Play, welches selbstverständlich strengstens eingehalten werden muss? Nein, all das ist in Ordnung. Allerdings gewinnt man seit Jahren (Ausnahme 2017) nur die Meisterschaft sowie den Pokal. Das wars. Keine Championsleague. Keine Triumphzüge mit Henkelpott über die Champs-Elysées.

Auch dieses Jahr war wieder Schluss im Viertelfinale. Immerhin gegen den verteidigenden Champions League Sieger. Dennoch wurden gleich Stimmen laut, die Unay Emery die Kompetenz/Fähigkeiten absprechen, die so begehrte Trophäe in die Landeshauptstadt zu bringen. Eben dieser hat einen durchschnittlichen Punkteschnitt von 2,46. Bei Sevilla reichte es „nur“ für einen Schnitt von 1,78, allerdings auch für 3 Europapokalsiege in Folge.

Genau hier kommt Thomas Tuchel ins Spiel. Der punktbeste Dortmund-Trainer aller Zeiten, mit 2,09 Punkten/Erstligaspiel. Nachdem der Kicker quasi den Transfer zu Arsenal London bestätigte, kommt jetzt die Kehrtwende. Der Wechsel zu PSG soll durch sein, ein Vertrag bis 2020 unterschrieben.

Tuchel und seine Rolle im BVB-Gespann

Tuchel lässt attraktiven, modernen Fußball spielen. So weit, so gut. Tuchel polarisiert allerdings auch. Die Entlassung beim BVB erfolgte nicht aufgrund von ausbleibenden sportlichen Erfolgen. Die Entlassung erfolgte durch Differenzen mit der Vereinsführung. Speziell die Ansetzung des Champions League Spiels gegen die AS Monaco, einen Tag nach dem Anschlag auf den BVB-Bus, sorgte für Spannungen. Speziell „Loyalität und Verlässlichkeit“ wurde von Watzke in einem offenen Brief kritisiert. Weiterhin soll Thomas Tuchel intern in der Mannschaft zwischenmenschliche Probleme gehabt haben.

Auch im Vorfeld zu der potentiellen Verpflichtung Tuchels gibt es Unruhen. Die Entscheidung soll über den Kopf des Sportdirektors Antero Henrique durch das katarische Oberhaupt Emir Tamim Al Thani entschieden worden sein. Henrique, erst seit Juli 2017 als Nachfolger von Patrick Kluivert im Amt, erwägt laut „L’Équipe“ als Konsequenz von seinem Posten zurückzutreten, da er den aktuellen Porto-Trainer Sérgio Conceiçao als Cheftrainer für PSG auserkohren hatte.

Auch wenn Tuchel nicht direkt in die aktuell aufkommenden Unruhen der Pariser verwickelt ist, so läuft es wohl auf einen denkbar schlechten Start hinaus, bei dem nicht in aller Ruhe und mit dem Rückhalt des kompletten Vereins konzentriert auf das große Ziel hinzugearbeitet werden kann.

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