Italien: Entscheidungsspiel um Scudetto bei Punktgleichheit – Fans geteilter Meinung

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Der Scudetto wird ab der kommenden Saison bei Punktgleichheit nicht mehr durch den direkten Vergleich entschieden. Stattdessen soll es in der italienischen Serie A in diesem Fall zu einem Entscheidungsspiel kommen. Das gab der Fußballverband FIGC im Rahmen einer Sitzung in Rom bekannt. FanQ hat deshalb die Fußballfans in Deutschland befragt, wie sie diesen Modus bewerten.

Neuer Modus löst direkten Vergleich als Entscheidungskriterium ab

Sollten in der italienischen Serie A künftig also die zwei Mannschaften, die nach 38 Spieltagen die ersten beiden Plätze belegen, gleich viele Punkte auf dem Konto haben, tragen die beiden Teams ein zusätzliches Spiel um den Scudetto aus. Sollte es in dieser Partie nach 90 Minuten noch unentschieden stehen, geht es direkt ins Elfmeterschießen. Eine Verlängerung ist demnach nicht vorgesehen.

Bereits in der Vergangenheit wurde der italienische Meister auf diesem Weg ermittelt. Bis zur Saison 2005/2006 fanden am Saisonende bei Punktgleichheit Entscheidungsspiele statt. 1964 standen beispielsweise Inter Mailand und der FC Bologna am letzten Spieltag mit der gleichen Punktzahl auf den Tabellenplätzen eins und zwei. Bologna, das den direkten Vergleich gegen Inter verloren hätte, gewann das Spiel um den Scudetto mit 2:0. Wenn es nach FIGC-Chef Gabriele Gravina ginge, würde in Zukunft jede Meisterschaft auf diese Art und Weise entschieden werden.

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Aus diesem Grund hat FanQ, die deutschen Fußballfans befragt, wie sie den neuen, alten Modus in Italien bewerten. Dabei wird deutlich, dass die Meinungen der Fans bei diesem Thema auseinander gehen. So vergeben die an der Umfrage teilnehmenden Personen im Durchschnitt 3,3 von fünf möglichen Sternen. Hierbei vergeben 31,32 % der Befragten volle fünf Sterne, während aber auch 21,43 % die Regelung mit der niedrigstmögliche Anzahl von einem Stern bewerten. In der letzten Spielzeit konnte der AC Mailand den Scudetto gewinnen – mit zwei Punkten Vorsprung vor Stadtrivale Inter.

Der italienische Fußballverband FIGC bestätigte zudem die bisher bereits geltende Regelung von fünf möglichen Einwechslungen. Des Weiteren dürfen ab der kommenden Saison auch die Zweitvertretungen der Serie-A-Clubs in der Serie C, der dritten italienischen Liga, antreten.

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