Der seltsame Fall des Andrej Kramaric

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Andrej Kramaric ist ein talentierter Mittelstürmer im besten Fußballalter. Zunächst durchlief er die Jugendabteilung von Dinamo Zagreb und schaffte es bis ins Profiteam. Nach drei Meisterschaften in Folge, einem erfolgreichen Intermezzo bei Lokomotiva Zagreb sowie einem Pokalsieg erfolgte der Wechsel zu HNK Rijeka. Auch hier explodierte der damals 22-Jährige und erhöhte seine Trophäensammlung um einen weiteren Pokalsieg. Konsequenterweise standen Topklubs in Europa Schlange, um das vielversprechende Talent zu verpflichten. Für viele überraschend, wechselte er zum Premier League Klub Leicester City, vor 2 Jahren erst aufgestiegen. Selbstverständlich ohne davon wissen zu können, dass eben diese Mannschaft in der Saison 2015/2016 den Titel holen würden.

Kramaric und seine Torstatistik

Andrej Kramaric steht derzeit bei 9 Saisontoren. Eine vernünftige Ausbeute, er trifft alle 2,2 Spiele. Auf eine Saison gerechnet ergäbe das 15 Tore. Es lohnt sich allerdings, sich seine Torstatistik ein wenig genauer anzuschauen. Kramaric traf in den ersten zwei Spielen der aktuellen Saison jeweils einmal. Bis auf 4 Assists blieb es jedoch bei 2 Saisontreffern. Auch die ersten drei Spiele der Rückrunde erzielten nicht die erwünschten Ergebnisse. Somit standen 17 torlose Bundesligaspiele zu Buche. Dann trat jedoch der gewohnte Rückrundenmodus wieder in Kraft und die Nummer 27 der TSG traf in 5 aufeinanderfolgenden Spielen, inklusive einem Doppelpack gegen den FSV Mainz 05. Nebenbei egalisierte er damit einen alten Rekord von niemand geringerem als Demba Ba.

Hinrunde vs. Rückrunde – und Nagelsmanns Meinung

Ein Leistungstief, sollte man meinen. Bis auf wenige Stürmer in den Topligen dieser Welt,ist das vermutlich völlig normal, wäre da nicht die Saison 2016/2017. Am Ende belief sich das Torekonto auf 15 Treffer/8 Assists. Doch auch bei dieser Statistik lohnt sich ein genauerer Blick darauf, wie diese Konstellation zustande kam. Der Kroate traf in der Hinrunde vier mal, im der Rückrunde elf mal, inklusive 3 Doppelpacks. Man kann behaupten, auch hier eine leichte Tendenz erkennen zu können.

Nur womit ist die Hinrundenschwäche zu erklären? Motivationsprobleme? Fehlende Fitness zum Bundesligastart? Zufall? Nach der verkorksten Hinrunde 2017/2018 ließ Nagelsmann ihn laut eigener Aussage „einfach mal drei, vier Wochen in Ruhe“, es lohne sich nicht, mit einem kriselnden Spieler andauernd über dessen aktuellen Probleme zu sprechen. Co-Trainer Pellegrino Matarazzo arbeitete individuell mit Kramaric, inhaltlich gab es jedoch keine Auskunft zu weiteren Details.

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