94 % der Fans halten Watford-Absage des Testspiels gegen die Nationalmannschaft Katars für richtig

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Der Premier-League-Absteiger FC Watford hat ein angedachtes Testspiel gegen die Nationalmannschaft von Katar abgesagt und wird somit nicht gegen die Landesauswahl des kommenden WM-Gastgebers antreten. Der Verein reagierte damit auf Proteste der eigenen Anhänger, die in den vergangenen Tagen laut geworden waren. Aus diesem Grund hat FanQ die Fußballfans in Deutschland befragt, ob sie die Entscheidung der Verantwortlichen der ‚Hornets‘, die Partie nicht stattfinden zu lassen, für richtig halten.

‚Hornets‘-Vereinsverantwortliche geben dem Druck der Fans nach

„Es wurde mehr als deutlich, dass dieses Spiel nicht gespielt werden durfte“, wird ein Sprecher des Clubs zitiert. Das Match des FC Watford gegen Katar war Ende vergangener Woche angekündigt worden und sollte im Rahmen des Trainingslagers der ‚Hornets‘ ins Österreich stattfinden. Die Fangruppierungen ‚Women of Watford‘ (WOW) und ‚Proud Hornets‘ hatten gegen die Partie mobil gemacht. Sie zeigten sich „enttäuscht“ über die Ansetzung und kündigten an, das Gespräch mit dem Club suchen zu wollen. Nun äußerten sie sich in einem gemeinsamen Statement „hocherfreut“ darüber, dass die Verantwortlichen des FC Watford ihre Bedenken erhört haben und auf das Spiel gegen die Auswahl des Emirats verzichten.

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Vor diesem Hintergrund hat FanQ die deutschen Fußballfans nach ihrer Meinung zur Spielabsage befragt. Mit 94,29 % halten die allermeisten der an der Umfrage teilnehmenden Personen die Entscheidung des Clubs, der in der kommenden Saison in der EFL Championship antreten muss, für richtig. Lediglich 2,86 % sehen das anders und finden die Vorgehensweise der ‚Hornets‘ falsch.

Die Weltmeisterschaft in Katar ist aufgrund der dortigen Menschenrechtslage sehr umstritten. Erst Ende März dieses Jahres kritisierte Amnesty International in ihrem Jahresbericht Mängel bei den Arbeitsbedingungen für Migranten, aber auch Einschränkungen der Meinungsfreiheit sowie die Diskriminierung von Frauen oder Homosexuellen. So unterließen es die Behörden „weiterhin, den Tod Tausender Arbeitsmigranten gründlich zu untersuchen, die in den vergangenen Jahren plötzlich und unerwartet gestorben waren“, schrieb Amnesty.  Darüber hinaus seien bezüglich des Rechts auf freie Meinungsäußerung im Vorfeld des Turniers, das vom 21. November bis zum 18. Dezember im Emirat stattfindet, vage formulierte Gesetze genutzt worden, „um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen“. Nachdem kürzlich RTL-Recherchen zur Lage Homosexueller im Emirat veröffentlicht wurden, stellte auch DFB-Direktor Bierhoff erstmals die Vergabe des Turniers nach Katar in Frage.

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